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Nugae

11.07.2018

In den grauen Weiten
über grauen Brachen
wo Rabenvögel
letzte Körner picken
herbsteln
müden Dichters
hingehauchte Wenigkeiten
Hier ein Purpurdünstchen
dort ein Wolkenflöckchen
Wenn auch safrangelbe Boten
ausgerauschter Linden
auf kleinen Wasserlachen
trockne Wortartisten
keineswegs erquicken
Bacchischem Schoten-
und Erbsenknallen
nachgelallte Brünstchen
keine Gnade finden
vorm öligen Gemächte
von Silbenmaschinisten
Und bleibt ihm einer Pforte
fernes Ächzen
die in rostigen Angeln schwingt
ist es ihm die Abschiedsweise
eines aufgelassnen Wingerts
dass an hohen Stromes Glanz er dächte
O die Herzen die nach Tropfen
süßer Töne lechzen
Er schüttelt Zweige
ob Früchte auf den harten Schoß
der Erde klopfen
Er kniet ins Gras der Elegien
Seufzern eine Schneise
Er wühlt im waldichten Moos
ob ins Ohr des Kummers
noch ein Rinnsal singt

 

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