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Hier unter ächzenden Hämmern

14.05.2022

Hier unter ächzenden Hämmern
krümmte ich mich und vergaß,
wo fern in laubichtem Dämmern
Anmut verlieh uns ein Maß.

Nachtwind zerstob all die Sagen,
als sich die Blüte verschloß,
Pollen, o fliegt zu den Tagen,
da sich der Lichtkelch ergoß.

Dort, wo die Augen noch feuchtet
Sang, der die Schneise uns zieht
tief in das Dunkel, daß leuchtet
voller der Mond durch das Ried.

Kann ich dorthin auch nicht finden,
Seele, sie starrt wie entlaubt,
Kinder, sie kommen, sie winden,
leicht mir den Efeu ums Haupt.

 

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