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René Guy Cadou, Testament

08.04.2016

Dans le temps de ma vie
Je vous ai tout donné.
Sur mes mains, sur mon sang,
Je vous ai promené.

Pour vous plaire, j’ai dû
Me soulever du monde,
Eloigner mes poumons
Des cryptes enfumées,

Reprendre au jour nouveau
Son butin de solfège,
Et ses vitraux couverts
De graffiti, de neige

Peu d’années ont suffi
Pour voiler mon regard.
J’ai pâli, j’ai vieilli,
Mon coeur a fait sa part.

Dans la mansarde bleue
Qui me gardait des branches
J’ai vu mon front s’ouvrir
Sous une étoile blanche.

Que voulez-vous de moi,
Maintenant que je n’ai
Pas même, pour saluer,
La grâce des poneys?

Dans le cirque des mots
J’ai trop fait de voltige,
Trop d’oiseaux sont venus
S’appuyer à ma tige.

Je ne puis rien pour vous,
Pas même vous soumettre
A la lumière, au vent,
Au dernier kilomètre.

 

Testament

In meiner Lebenszeit
habe ich euch alles gegeben.
Über meine Hände, über mein Blut
ließ ich euch wandern.

Euch zu Gefallen mußte ich
der Welt mich entheben,
meine Lungen entfernen
von parfümierten Krypten,

dem jungen Tag wieder entreißen
seine Beutestücke mi, fa, sol und si, do, re
und seine mit Graffiti bedeckten
Gläser, bedeckt mit Schnee.

Wenige Jahre genügten,
meinen Blick zu verhängen.
Ich wurde blaß, wurde alt,
mein Herz hat seinen Dienst getan.

In der blauen Mansarde,
meiner Zweige Hort,
sah ich meine Stirn erblühen
unter einem weißen Stern.

Was verlangt ihr von mir
nun, da ich nicht einmal
mehr um zu grüßen
die Grazie eines Ponys habe?

Im Zirkus der Worte
habe ich zu viele Sprünge gemacht,
zu viele Vögel kamen herbei,
ließen sich nieder auf meinen Halm.

Ich vermag nichts mehr für euch,
nicht einmal mehr euch das Licht
aufzuerlegen, den Wind,
den letzten Kilometer.

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