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Tito Maniacco, La farinata

20.06.2013

Nach einer allegorischen Erzählung aus den „Chassidischen Geschichten“ von Martin Buber

«Negli ultimi due anni della sua vita Rabbi Elimelech mangiava e beveva pochissimo, e anche quel poco soltanto per le insistenze dei suoi. Una volta che suo figlio, Rabbi Eleasar, lo pregò piangendo di mangiare un po’ di piú per mantenersi in vita, disse con un sorriso sulle labbra: “Ah, che rozze pietanze mi servite! Se potessi avere quella farinata che una volta mi fu servita nella piccola osteria rossa sul Dnjestr, nel tempo dei viaggi con mio fratello Sussja!”. Qualche tempo dopo la morte di Rabbi Elimelech, suo figlio si mise in viaggio per trovare la piccola osteria rossa sul Dnjestr. Arrivato, chiese alloggio per la notte e domandò che ci fosse per cena. “Siamo povera gente” disse la moglie dell’oste. “Noi diamo ai contadini acquavite in cambio di farina e legumi, mio marito ne porta in città la maggior parte e la baratta con acquavite, e il resto lo consumiamo noi. Cosí non posso offrirvi altro che una farinata”. “Preparamela subito” disse Rabbi Eleasar. Quand’ebbe detto la preghiera della sera, trovò la minestra sulla tavola. Finí il piatto e ne chiese un secondo, finí anche quello e se ne fece dare un terzo. Quand’ebbe vuotato anche quello, chiese alla moglie dell’oste: “Ma dimmi, che cos’è che hai messo nella minestra e che la rende cosí saporita?”. “Credetemi, signore” rispose la donna, “non vi ho messo niente”. Ma poiché egli insisteva, alla fine disse: “Bene, se vi piace tanto, sarà merito del paradiso”. E raccontò: “Sono passati molti anni da quando un giorno due uomini devoti si fermarono qui, e si vedeva loro in faccia che erano veri zaddikim. Poiché non avevo da servir loro altro che una farinata, mentre cuocevo pregai Dio: ‘Signore del mondo, io non ho altro e tu hai tutto, abbi compassione dei tuoi servi stanchi e affamati e metti nella loro minestra un po’ di erbucce del tuo paradiso!’. E quando la minestra venne in tavola, i due me ne vuotarono la scodella grande una volta e poi un’altra, e uno di loro mi disse: ‘Figlia, la tua minestra sa di paradiso!’. E oggi ho pregato di nuovo”».

 

Die Mehlsuppe

In den letzten Jahren seines Lebens aß und trank Rabbi Elimelech kaum noch etwas, und das auch nur, weil seine Liebsten ihn drängten. Einmal, als sein Sohn Rabbi Eleasar ihn unter Tränen anflehte etwas zu essen, auf dass er noch ein wenig lebe, sagte er mit einem Lächeln auf den Lippen: „Was tischt ihr mir auch für rohes Zeug auf! Könnte ich einmal noch jene Mehlsuppe essen, die man mir einst in der kleinen roten Herberge am Dnjestr aufgetischt hat, damals, als ich mit meinem Bruder Sussja über Land zog!“ Einige Zeit nach dem Tode des Rabbi Elimelech machte sich sein Sohn auf die Reise zu der kleinen roten Herberge am Dnjestr. Dort angekommen, bat er um Logis für die Nacht und frug, was es denn zum Abendessen gebe. „Wir sind arme Leute“, sprach die Frau des Wirts. „Wir geben den Bauern Branntwein und bekommen dafür Mehl und Gemüse, mein Mann bringt den Gutteil des Weins und der Mauschelware in die Stadt, den Rest verzehren wir selbst. Deshalb kann ich Euch nur eine schlichte Mehlsuppe anbieten.“ „Dann mach schnell!“, sprach Rabbi Eleasar. Kaum hatte er das Abendgebet gesprochen, stand die Suppe schon auf dem Tisch. Er beendete die Mahlzeit und verlangte eine zweite, er beendete auch diese und wollte noch eine dritte. Nachdem er auch diese verschlungen hatte, wollte er von der Wirtsfrau wissen: „Sag mir mal, was hast du nur in die Suppe getan, dass sie so gut schmeckt?“ „Glaubt mir“, mein Herr, „gar nichts habe ich hineingetan.“ Doch weil er weiter in sie drang, sprach sie endlich: „Nun, wenn sie Euch gar so mundet, dann liegtʼs am Paradies!“ Und sie erzählte: „Vor langer Zeit geschah es, da machten zwei fromme Männer hier Rast, von ihren Gesichtern konntest du ablesen: das waren echte Zaddikim. Und weil ich ihnen nichts als eine Mehlsuppe zubereiten konnte, betete ich beim Kochen zu Gott: „Du Herrscher der Welt, ich hab nichts anderes, doch du hast alles. Habe denn Mitleid mit deinen müden und hungrigen Dienern und tue in ihre Suppe ein paar Kräuter aus deinem Paradies!“ Und als die Suppe auf den Tisch kam, vertilgten mir die beiden eine große Schüssel, und dann noch eine. Und einer von ihnen sprach zu mir: „Meine Tochter, deine Suppe stammt aus dem Paradies!“ Und heute habe ich wieder gebetet.

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