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Terzinen von den alten Liedern

18.02.2017

In alten Liedern rauschen ferne Quellen,
und dunkle Ströme wollen liebend münden,
wenn Seufzer Schmerz und Rosen sanft erhellen.

Ihr Abendrot kann trüben Sinn entzünden,
einsamer Nacht in schwarzen Todeslinnen
von Wiederkehr des süßen Lichtes künden.

Wenn Wind und Blätter den Refrain beginnen,
fallen tropfenzarte Reime von den Zweigen,
sind Küsse, die vom Bart der Flechten rinnen.

In alten Liedern wohnt ein seliges Neigen
von Herzen, die an fremden Ufern weilen,
der Liebe Wunderlicht von fern zu zeigen.

O alte Lieder, unerfühlten Fehl zu heilen!

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