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Still in der Sonne sitzen

21.03.2026

Wie lind sie sind, wie frühlingsmild, die Strahlen,
als streichle deine Stirne warme Hand,
als wären sie von Himmeln dir gesandt,
wie Kinder sie und die Naiven malen.

Still in der Sonne sitzen und nichts denken,
als ob das wunde Herz noch träumen könnt,
die Unschuld weicher Lüfte es vergönnt,
mit Blumenwortes Duft dich zu beschenken.

Von fern das dunkle, trunkne Gurren hören,
nah einer Hummel pelziges Gebrumm.
Doch deiner Seele müder Mund bleibt stumm,
als würde sie verwaist zu sein nicht stören.

Da kommt die Alte mit dem Hund, dem kleinen,
wie er dir wedelt, wie sein Auge glänzt.
Und Blüten, die ein Purpursaum umkränzt,
verglimmen sacht auf deinen Hosenbeinen.

Du wirst nicht grollen, wenn noch Schatten kühlen,
es ist erst März, und du bist ja schon alt.
O Jugend, Heimat, Licht im Eichenwald,
wo du die Hand, die warme, konntest fühlen.

 

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