Die Ferne nah
Schleier in der Morgenfrühe,
ausgeseufzter Dunst,
daß Rose aus dem Feuchten glühe,
streift sie ab die Kunst,
wenn sich die Knospen schließen,
wollt wieder uns umfließen.
Mond erblüht an grauen Gittern,
Lilie trügerischen Lichts,
an dürrem Halm erzittern
Tropfen süßen Nichts,
wenn den Vers sie feuchten,
mag Mohn im Dunkel leuchten.
Weich geschwungene Schale,
umrändert vom Mäanderband
goldgetupfter Male,
birgst von ihrer Hand
gestreute Blütensterne,
nah ist uns die Ferne.
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