Die zersplitterte Transparenz
An den Splittern
der zerschlagenen Fensterrose
wirst du dich schneiden
(rief eine Stimme von dämmernden Gipfeln,
wo der Schnee schon schmolz
in ein süßliches Glucksen).
Sie mit blutigen Händen
wieder aneinanderzukitten
bringt dich der Transparenz nicht näher.
Du hattest am Flackern
irisierender Farben
nur einen trügenden Abglanz
des wahren Seins.
Flut braust schon talwärts,
den Somnambulen des Tags,
der am Gängelband der Schwermut
an Wundmalen entlangflaniert,
unterm Klirren gläserner Blüten
zu begraben.
Die Stimme verstummte.
Der Schnee schmolz dahin.
Muskulöse Arme,
tätowiert mit floralen Mustern,
haben die Glassplitter
mechanisch weggekehrt.
Ein Täuberich gurrt
aus dem Loch der Ruine
in die grüne Stille des Abends.
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