Von Reben nimm das Grün
Von Reben nimm das Grün, Tauglanz von Moosen,
den goldnen Abendschimmer klaub von Trauben,
sieh Schnee des Traums im Flaum von Turteltauben.
Des Morgenrotes Küsse geben Rosen.
Das Hoffen lern an sanfter Tropfen Pochen,
von stillen Gräsern, die im Wind sich wiegen,
wie niedersinkend Demut kann obsiegen.
Doch Schauer flöße ein die Gruft der Knochen.
An Ufern, Perlen quellend aus Geysiren,
trinkt das Gedicht ein träumerisches Raunen.
Aus Nestern, die verlassen, pflückt es Daunen,
zu retten Schwermutkranke vorm Erfrieren.
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