René Guy Cadou, La beauté
Quand la croix fut enfin dressée
Que fut visible Son Visage
Soldats et sergents retirés
Un peu à l’écart pour souffler
En vérité dit une femme
Corps supplicié cache belle âme
Ai perdu fils époux et père
Sans que douleur fut si amère
Depuis trente ans sujette aux rêves
N’ai vu plus fin sourire aux lèvres
Ses pieds à jour ses mains qui saignent
On dirait plantes à groseilles
Et ses cheveux j’en veux périr
Sont touffes bleues de myosotis
Dessous son sein perle une perle
Capable d’abuser un merle
Ses joues son front dedans la face
Sont comme miroir à trois faces
Mes sœurs croyez ce que je dis
Beauté est fille en Jésus-Christ.
Die Schönheit
Als schließlich das Kreuz ward aufgerichtet,
und sein Antlitz wurde sichtbar,
die Soldaten und Offizieren standen
ein wenig abseits, um Atem zu schöpfen,
spricht aus der Wahrheit eine Frau,
eine schöne Seele verborgen in einem gequälten Leib:
„Verloren hab ich Sohn, Mann und Vater,
doch kein Leid war mir so bitter,
dreißig Jahr lang Träumen ausgesetzt zu sein,
ein feineres Lächeln sah ich auf Lippen nie,
seine nackten Füße, seine Hände, die bluten,
als würden rote Beeren ausgepreßt,
und seine Haare, in denen will ich vergehen,
sind blaue Büschel von Vergißmeinnicht,
unten perlt die Perle seines Schoßes,
sie könnte eine Amsel täuschen,
seine Wangen, seine Stirn, sein Gesicht darin,
sind wie ein Spiegel für drei Gesichter,
meine Schwestern, haltet, was ich sage, für gewiß:
Schönheit ist eine Tochter aus Jesu Christ.