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René Guy Cadou, Toute ma vie

03.04.2016

Toute ma vie et c’est bien peu si l’on regarde
Avec des yeux d’avant la Terre la lucarne
Où s’égosille un ciel de crin qui n’en peut plus
D’être beau de travers et de porter ombrage
Au plus dévoué au plus sincère des visages
Toute ma vie pour te comprendre et pour t’aimer
Comme on se couche à la renverse dans les blés
En essayant de retrouver dans le silence
L’alphabet maladroit d’un vieux livre d’enfance
Je m’entoure de toi comme un enfant frileux
Je pars je suis en route depuis des siècles je
T’arrive un matin beau comme un matin de chasse
Tu ne sais pas que je suis là et je me place
Tout contre toi comme une porte mal fermée
Qui boit son lait et qui respire doucement
Je te regarde et tu souris sans mouvement
D’un sourire venu de plus loin que toi-même
Qui fait que tu es belle et qui fait que je t’aime.

 

Mein ganzes Leben und es ist so wenig, sieht man
mit früheren Augen die Erde, die Lichtluke,
wo ein Himmel aus Tierhaaren zwitschert, der nicht anders
sein kann als schräg-schön und Schatten senden
dem treuesten, dem lautersten Gesicht.
Mein ganzes Leben, dich zu begreifen und dich zu lieben,
wie man sich auf den Rücken legt im Getreidefeld
und versucht in der Stille wieder zu entziffern
das Buchstabengestöber eines alten Kinderbuchs.
Du bist mir die Hülle gleich einem verfrorenen Kind.
Ich breche auf und bin unterwegs seit Jahrhunderten, ich
erreiche dich eines schönen Morgens wie am Morgen der Jagd.
Du weißt nicht, daß ich da bin, und ich setze mich
dir gleich gegenüber wie eine Tür, die nicht verschlossen ist,
wie jemand, der seine Milch trinkt und leise atmet.
Ich schaue dich an und du lächelst still
ein Lächeln, das von weiter herkommt als du selbst,
das bewirkt, daß du schön bist, das bewirkt, daß ich dich liebe.

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