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Terzinen vom Schnee der Klagen

23.02.2017

Als hätte Gott die Erde losgelassen,
verjagt sie von den heißen Blicken
der Sonne, daß sie Nebel grau umfassen,

so fühlen kalte Schauer wir im Rücken
und Schwindel, wenn wir abends einsam gehen
und uns nach späten Lebensblüten bücken,

und aller Liebeslieder reine Schlehen,
die in den Sommergärten leuchtend sangen,
verlöschten uns, die zögern heim zu gehen

und vor den Flocken letzten Dämmerns bangen,
die zögern, lebe wohl sich stumm zu sagen
mit Blumen, an denen sie so sehr gehangen.

O kehret Strahlen, taut dem Mund die Klagen!

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