Die weibliche Stimme: Hermine
Am Gartenteich
Teichrohrsängern gleich,
die auf Wassers Kosen stehen,
tanz ich flaumenweich
auf zagen Blattes Träumen.
Mich kümmert nicht der Spott
von Regentropfen, nicht der Leute
beschirmter Trübsalstrott,
die blind vorübergehen.
Gestöber von Flocken gleich,
die zarte Kissen wölben,
verhülle ich mein Gartenreich
mit leichtem Schneegeschäume.
Ich achte nicht der Spatzen,
die in meinen Morgen schrillen,
verscheuche nicht die Katzen,
die meine Abende vermauzen.
Den reinen Wolken gleich,
die blaue Lüfte necken,
erblicke ich im Gartenteich
träumerisch mich lächeln.
Rezitation:
Die weibliche Stimme – Hermine
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