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Das unbewohnbare Haus

10.10.2026

Dort ist die Grenze, Moos der Nacht.
Er dreht sich nicht mehr um.
Das Rauschen kahler Halme
nimmt ihn schon auf,
dahinter das tiefere,
wo träg die Nebel lasten
auf angstumschilftem Fluß,
das Schweigen.

„So verstummt“, sprach sie, „dies Leben,
als würde es zum Bild,
zerkratzt von dürrer Sehnsucht Nägeln,
übertüncht von Träumen,
Aschen.“

Hier schwingt die Tür ins Heimatlose.
Sie geht noch einmal durch den Flur,
wo unter ihr die Blätter rascheln,
die spöttisch Herbst hereingeweht,
und über ihr ein Schwalbennest vertrocknet,
öd wie ihr ausgeseufzter Schoß.

„Dies Haus“, sprach er, „ist unbewohnbar
wie der Schwermut wächserne Haut,
die unser Atem aufgerissen,
der leise schwoll vom Rauch des Lichts
und höher noch vom wehen Duft
der Sommernacht.“

Überwuchert auch das Haus
Gestrüpp der Dämmerungen,
das Schilf biegt sich wie einst
sanft im Morgenwind
und Wellen schäumen an der Stirne
reiner Gegenwart.

Ein Fremder kam
von versunkenen Blüteninseln
und reinigte die Schwelle
mit seiner salzgegerbten Hand.
Er lehnt am offnen Fenster
der aufgeklarten Sicht.

Bist du es, Dichter,
der ein neues Bleiben singt,
das heiter sich wie Lauben wölbt,
Tauglanz tropfende,
weich über helle Schatten,
heimgekehrte?

 

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