Der Liebe Gang zum Grabe
Und gehst du einsam hin zu seinem Grabe,
fühlst du das Weh, des Abends trunknen Hauch.
Wie sticht das Wort, o Dorn am Rosenstrauch,
daß leer von Süße fast des Herzens Wabe.
Du schabst vom Mal das Moos, den grünen Schatten,
daß geisterhaft der Name dir erscheint,
um den du bange Nächte hast geweint,
bis Schilf des Schlafs ließ rauschend dich ermatten.
Die Kerze schiebst du in die Grablaterne,
erst blakt sie dumpf, dann sinnt die Flamme rein.
Der Spruch zuckt wie ein Irrlicht in der Ferne:
O daß vereint wir wieder könnten sein
und schweben Traum an Traum, entrückt als Sterne,
die wahr sich fühlen in des andern Schein.
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