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Hier ist schon Seufzens Flaum

14.02.2019

Hier ist schon Seufzens Flaum
über Nebel-Hecken hingeweht.

Geträuf von abgeschmolzner Klage
küßt dir des Morgens Wiese hell.

Gefieder hebt sich aus dem Dunst,
mit kleiner blauer Augen Samt-Getupf.

Ist Rascheln noch im Schilf des Schlafs,
zupft schon ein Wind das wache Gras?

Der Strahl reißt dir den Schleier los,
Gespinst der starren Spinne Nacht.

Sie glüht, die lange dein geharrt,
Rose glüht dich an und Tulpe schwingt.

Bist allein nicht mehr, so Heimat dir,
wie Lindenblatt ein Schwesterherz zufliegt.

Und rauscht von Abschied Wasser stets,
die Lerche singt verzückt im Abendrot.

 

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