Vor verschlossenem Tor
Gespielin trüber Winde, weißer Flaum,
die Taube mag ihn wohl entbehren.
Der Dichter zögert an des Schweigens Saum,
zu gehen oder heimzukehren.
Die Knospe leidet nicht, wird, den sie lockt,
den schönen Falter nie sie schauen.
Den Dichter, an der Schwermut Pfahl gepflockt,
kränkt Lerchenflug im Morgengrauen.
Die Liebe, Herz, das zum Kristall gefror,
schlürft heißen Hauch, daß es zerspränge.
Den Dichter dürstet vor verschlossenem Tor
nach goldenem Wein der Festgesänge.
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