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Verlorene Heimat

01.08.2015

Wo bist du, Fliederduft,
wo bist du, mein Garten,
wo in blauer Luft
ich konnte warten?

Ich werde geschunkelt
auf warmem Moos,
über mir funkelt
mein Sternenlos.

Wo bist du, Glockenton,
der mich erkoren,
war es Liebe denn schon,
oder war ich verloren?

Ich bin gebettet
auf warmem Stein,
mich hat gerettet
ein Käferlein.

Wo bist du, Abendlicht,
das mich erweitert,
wo du liebes Gesicht,
das mich erheitert?

Ich knie vor dem Teich,
wo nach dunklem Geheiß
Hass und Liebe sind gleich.
Keines, das um mich weiß.

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