Streifen Lichts an der Decke
Streifen Lichts an der Decke des Krankenzimmers,
sie zuckten auf, bevor sie zagend schwanden.
Wer dort in der Nacht noch fahren mußte,
war einsam er wie du?
Buchenblätter, die auf nassem Tisch verlöschen.
Was im Herbst wir kindlich aufgesammelt,
die rote Pracht des ausgeglühten Lebens,
wem brachten wir sie heim?
Briefe, verschnürt mit blauen Seidenfäden,
sie haben noch den Duft verbrannter Sommer.
Verwischt sind manche der gezierten Kringel,
war es der Sehnsucht Tau?
Tropfen, leise rinnend an der Scheibe,
schwach glimmen nach sie einer müden Sonne.
Boten längst entrückter Frühlingswolken,
erweichten sie das Herz?
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