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Stanzen von den Ton- und Schaumgebilden

31.10.2021

Wie Töpfers feuchte Hände Formen sinnen
aus dunkler Erde Ton, die Hüften schwellen
der schlanken Vase, doch wie Tränen rinnen
die Perlen, die den steilen Wuchs erhellen,
sie trocknen Gluten, süßer Flammen Minnen,
die schöne Tochter Schwestern zu gesellen.
Vollendet ist das Werk, wenn Blüten ragen,
die uns von Lebens stiller Schöne sagen.

So ist dem Dichter Schaum anheimgegeben
von Wogen, die aufs Ufer Mondnacht gießen,
Gespinste, die auf dunklen Wassern schweben,
in zarter Knospen Schmelz sie einzuschließen,
er kann noch scheue Ranken ihnen weben,
die um den reinen Schlaf der Schwäne fließen.
Vollendet ist das Werk, wenn Düfte quillen,
am Liebesblick die Knospen sich enthüllen.

 

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