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Liebe, die da ferne weilt

08.11.2021

Ein Schimmer aus dem Schneelicht deiner Lenden,
Glanz deiner Augen, die der Sonne danken,
soll meine Zeilen aus dem Zwielicht wenden.

Und meinen Worten, die wie Blumen kranken,
da sie umsonst der Frühe Tau erwarten,
sie, die auf allzu dünnen Stielen schwanken,

entsende feuchten Hauch aus deinem Garten,
magst kleinen Blüten weiche Tropfen sprengen,
daß sie vergebens nicht ins Leere starrten.

So wird der heiße Tag sie nicht versengen,
Endymion mag sie dem Monde pflücken.
Und wandelst du in fernen Laubengängen,

wo bunter Vögel Stimmen dich entzücken
und süße Beeren an den Ranken locken,
wird mir der Vers an deinem Glück noch glücken.

O koste sie, so bleibt mein Wort nicht trocken.

 

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