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Schwarze Flocken stäuben

26.08.2026

Den Schmerz, der fragt wozu, kann Rose nicht,
kann keines Festmahls goldner Wein betäuben.
Und schimmert noch der Anmut Angesicht,
des jähen Todes schwarze Flocken stäuben.

Der Wange zarte Haut für Eros Kuß
hat dürren Alters Dorngestrüpp zerstochen.
Die Schlange fraß das Kraut an Uruks Fluß,
das jung zu bleiben Gilgamesch versprochen.

Der Klage Fittich stieg um Enkidu
und sank bald schlaff herab auf die Gebeine.
So deckt ein Bahrtuch Dichters Antlitz zu,
die Verse Moos, daß keine Muse weine.

Mag hingerissen von der Lerche Sang
die wilde Sehnsucht in die Sonne taumeln,
im Dämmerschilf verirrt flicht sie den Strang,
am ächzenden Geäst der Nacht zu baumeln.

 

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