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Kein Entkommen, nirgends

22.08.2026

Es wuchern um der Ähren Glanz bald Schatten,
erlahmt der Arm, läßt Hand die Harke sinken.
So wird nach Fäulnis schwarzer Wortwuchs stinken,
wenn Schnitters Sinne schwermutschlaff ermatten.

Die vor dem Bild der Liebe sollten blauen,
die Veilchen welken. Pfleglich sie zu tränken
vergißt ein Herz, das bittre Träume kränken,
in denen kalter Lethe Wasser grauen.

Dir aber, Dichter, scheint ein Duft zu wehen
durch der Erinnerung Fenster, fern aus Gärten,
mild wie von Rosen hingehauchte Zärten,
als würde Anmut deinen Schmerz verstehen.

Doch war es gleisnerischen Dunstes Schwüle,
die dir den Atem hat, das Wort benommen.
Schließ zu. Du kannst dem Dämon nicht entkommen:
Bald zerrt dich Traum ins Ächzen seiner Mühle.

 

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