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Gesang ströme das Blut

20.07.2026

Berg aus Knochen und Zeit, willst du, zu Hause fremd,
darauf errichten dein Zelt? Steige herab und geh
als ein Dichter ins Stromtal,
nah sich fühlend stets Quell und Meer.

Erinnerung, wie grau macht sie die Asche noch.
Wie ein bitterer Rauch süßes Gefühl dir raubt.
Hier, wo singen die Wellen,
wasche die Schwermut dir ab der Fluß.

Wüst bekritzeltes Blatt, Zeuge verstörten Geists,
wie Liebe es tut, sieht sie Betrügers Schrift,
zerreiß, was dich verzerrt hat,
sieh im Wasser dein Spiegelbild.

Fandst du Ruhe im Schilf, strömt dir Gesang das Blut.
Rhythmen ewigen Sinns tragen dich fort von dir,
fort vom Wirrwarr des Herzens,
zum Geheimnis des Ursprungs heim.

 

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