Blumen und blecherne Monster
Wie droben Rosen blühen im Gipfelschnee,
besang ein Dichter, den wir verehrt schon früh.
Ein Hauch, jäh war sein Herz entrückt auf
Inseln, umrauscht von den Hymnen Pindars.
Und trieben Blüten leuchtend auf Wassern hin,
die aufgetan ihm Kelche geheimen Dufts,
trug sanfter Welle gleich sein Lied sie
seufzend ins Dämmern geneigter Schilfe.
Wir aber kamen, grauenden Herzens schon,
als blind ein Rinnsal über die Hänge floß,
Schmelzwasser, fahl herniederschäumend,
allzu getrübt, um den Vers zu waschen.
Wo einst sich Blumen wiegten geschwisterlich,
starrt jetzt Asphalt und ölige Lache glänzt.
Brutale Schnauzen recken geistlos
blecherne Monster hybrider Inzucht.
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