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Schläfer auf dem lecken Kahn

29.07.2026

Wie das zarte Blatt unterm Feuer sich krümmt,
muß der Geist vorm Spiegelbild sich winden.
Wenn die Knospe bang sich des Abends schließt,
läßt, was ephemer ist, Dämmerung erblinden.

Säulen stehen wir, salzige, erstarrt
vor der Feuersbrunst in Sodoms Mauern.
Unsre Herzen sind, Lavaklumpen gleichend, fahl,
Glut, erloschen unter Ascheschauern.

Wie die Blüte des Lichts dunkle Woge wiegt,
muß der Geist auf wilden Wellen reiten.
Fiedriger Pollen nur, sanft umhaucht von lauer Luft,
wird zur schwesterlichen Knospe gleiten.

Ach, wir schliefen ein auf dem lecken Kahn,
und uns träumt von Avalon, wo goldne Äpfel wuchsen.
Schwarzer Abgrund, der jählings sich aufgetan,
fesselt uns mit stygisch-süßem Glucksen.

 

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