Chaos: schillernder Dung
Jede Lippe ein Wulst, glitzernd von Silberdraht.
Ohr und After gepierct, taub ist das Fleisch, der Geist.
Stumpfsinn schüttelt die Glieder,
Stumpfsinn geifert von Blick zu Blick.
Jugend, die sich entstellt, spuckt auf die Anmut, glotzt
Ärschen, wackelnden, nach, Brüsten, die angeklebt
weibisch kreischenden Männern,
jubelt, wird nur beschmutzt die Scham.
Greis, verkleidet als Hund, hechelt dem Beau hinterher.
Welke Vettel auf Pumps leckt sich die Nippel hart.
Geiler Affe umtänzelt
wild mit zuckendem Schweif die Schar.
Nacktheit hat sich obszön übergestülpt, was blind
dumpfes Dasein vergötzt, Streifen der Perversion,
Iris Bogen, den Goethe
als den Abglanz des Lebens sah.
Dieser Schandfleck entstieg Abwässern, kotverseucht,
Zeichen raschen Verfalls, Fetisch des Untergangs
jener, die zeugen nicht wollen,
Onanisten vorm Spiegelbild.
Hauch des Wortes: ein Furz, Kunde, daß Sodom nah.
Doch kein Engel, kein Lot, der zu erretten wert.
Feuer, sie legten es selber:
Gottes Asche versprüht noch Glut.
Comments are closed.