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Traumgerank

28.06.2026

Verglühend wölkt uns Sommer Rauch.
Wie wir im Schattenlaub von Linden
uns leichter in den Abschied finden,
umweht ihn auch der Wehmut Hauch.

Was fern wie helles Rauschen quillt
aus schlummerloser Erde Schründen,
sind Stimmen, die ins Dunkel münden,
der Liebe Seufzen, ungestillt.

Den mürben Lippen ist kein Trank,
daß er zum Liede sie befeuchte.
Die Nacht taucht ihre fahle Leuchte
in unser schwankes Traumgerank.

 

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