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Heimkehr ist Abschied auch

18.07.2026

Dem Andenken an Friedrich Georg Jünger

Hymne, Psalm, Elegie: Tod war der Musaget.
Taubheit fragt nach dem Sinn. Ariel schweb hinan
in den blauenden Äther,
unsrer sinkenden Sehnsucht Bild.

Wärmt kein Feuer den Lar? Heimkehr ist Abschied auch:
Geht sie heiter des Wegs, sieht sie vermüllt den Teich,
wild verwuchert den Friedhof,
auf dem Grabstein verblaßt die Schrift.

Was gesungen Homer, Woge, sie rauscht es noch,
und was Sappho gefühlt, ritzt noch ins Mark ihr Vers.
Leiden stiftet Gedächtnis,
Verse, dürftige, düngt der Schmerz.

Schaum glänzt, Blüten des Sturms. Was wir gedacht, war Schaum.
Lieblich scheint er im Licht, gräßlich, speit Nacht ihn aus.
Geist der Liebe: Gespenst, saugt
an der Vene der Schwermut Alb.

Welle um Welle Gesang, Feuchte, die Zungen löst:
Ebben die Pulse der Lust, stottert ein trockner Mund.
Doch die Wellen Homers, sie
rauschen jenseits des Menschen noch.

 

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