Die Schwermut und ihr Dichter
Der Schwermut müder Blick will sie noch schauen,
bevor die edlen Knospen abends blassen.
Der Sänger blauer Flaum scheint zu ergrauen,
sie werden bald die tote Stadt verlassen.
Sie schließt die Augen. Und im Traume raucht
das Licht des Honigs, der fast aufgebraucht.
Der Dichter mag den faden Brei nicht schlucken,
der zwischen Phrasen aufquillt, ungesalzen.
Ihm sollen Flammen aus dem Abgrund zucken,
der Anmut Schatten Valses tristes walzen.
Die er vorm Ahnenbildnis brennen ließ,
die Kerze duftet noch von Honig süß.
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