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Es weiß die Rose nicht um ihren Duft

27.08.2026

Das Wasser weiß von Venus’ Schimmern nicht,
nicht, daß der Mond sein trübes Seufzen trinkt.
Der Anmut Lächeln gleicht, geht sie vorbei,
dem Schaum, der über dunklem Wasser schwimmt.

Es weiß die Rose nicht um ihren Duft,
nicht, wie des Falters Schillern sie entfacht.
Der Sehnsucht Anhauch gleicht, wenn er uns streift,
dem Wehn, das hellen Schmerz mit Nacht umwölkt.

Es weiß, der aus dem Quell des Helikon
geschöpfte Vers nicht, ob den Durst er stillt
dem Pilger, wenn ins Gras des Schlafs er sinkt,
ob seinem Traum der Heimat Strom nicht rauscht.

Ob aber Glut noch unter Liedes Asche schwelt,
weißt, Dichter, du, reicht noch dein Odem hin,
ein Feuer anzufachen für der Liebe Herz,
das friert und deiner Flammenküsse harrt.

 

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