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Stéphane Mallarmé, Tristesse d’été

11.09.2026

Le soleil, sur le sable, ô lutteuse endormie,
En l’or de tes cheveux chauffe un bain langoureux
Et, consumant l’encens sur ta joue ennemie,
Il mêle avec les pleurs un breuvage amoureux.

De ce blanc flamboiement l’immuable accalmie
T’a fait dire, attristée, ô mes baisers peureux
» Nous ne serons jamais une seule momie
Sous l’antique désert et les palmiers heureux !  »

Mais la chevelure est une rivière tiède,
Où noyer sans frissons l’âme qui nous obsède
Et trouver ce Néant que tu ne connais pas.

Je goûterai le fard pleuré par tes paupières,
Pour voir s’il sait donner au coeur que tu frappas
L’insensibilité de l’azur et des pierres.

 

Traurigkeit des Sommers

Die Sonne, o Ringerin, vom Schlummer in den Sand gestreckt,
das Bad der Schwermut dampft im goldenen Haargerank,
der Weihrauch, den gierig deine feindliche Wange leckt,
vermischt sich mit den Tränen zu einem Liebestrank.

Dieses reinen Loderns wandellose Stille
läßt dich, Betrübte, o meine furchtsamen Küsse, sagen:
„Niemals umfaßt uns einer gemeinsamen Mumie Hülle
in der antiken Wüste, wo selig Palmen ragen!“

Doch das Vlies des Haares ist ein Strom, noch warm,
zu ertränken schauerlos die Seele, all unsern Harm,
und jenes Nichts zu finden, das du nie erfrugst.

Ich will die Schminke schmecken, die deine Wimpern weinen,
zu sehen, ob sie dar mir reiche ins Herz, das du schlugst,
des Himmels Unempfindlichkeit und die von Steinen.

 

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