Wort, erblüht an Schattengittern
Was fühllos-fahl im Ungefähr entschwebt,
Zwiedunst, daß Lichtes Perlmutt uns ergraute,
im Schlaf der Venen sich zum Alb aufstaute,
Traumfetzen, die kein Engelshaar verwebt,
was glanzlos aus enttäuschten Händen floß,
im Hades Hoffnung schöpfend, Danaiden,
was sich umarmend ewig blieb geschieden,
kein Kuß ward Schlüssel für der Schwermut Schloß –
aus wessen Mund mag kommen denn der Atem,
daß trübe Feuchte zum Kristall sich balle,
der Angstgespinste läßt ins Blau verzittern,
wer küßt, damit sie nicht ins Leere falle,
die Träne, wie Suleika küßte Hatem?
O Wort, das einst erblüht an Schattengittern.
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