Was ich war, was ich bin
Ich war das zottige Pferdchen
im Karussell der dörflichen Kirmes,
mit Holzwolle gestopft, mit Stroh.
Wie meine eisgraue Mähne emporflog
unter der heißen Hand eines Mädchens.
Der Unschuld quietschendes Kreisen steht still,
das Mädchen sitzt im Büro.
Mein Herz aus Pappe zerfällt
unterm raspelnden Nagen des Wurmes.
Ich war die lauernde Kuhle,
von Kinderhänden gebuddelt,
und schluckte begierig die Murmeln,
von Freudenfieber erwärmte.
Lang ist das Klicken verklungen,
nun bannen die Spieler Chimären
aseptisch befingerter Scheiben.
Kleines Leben ist’s, was ich nun berge,
die Waldmaus und ihre wispernde Brut.
Ich war im laubichten Dämmer
die gelbe Sonnenorange,
wilde Süße ward in mir reif
für schmachtend geöffnete Lippen.
Ich habe lang vergebens geglüht
in einem verlassenen Garten,
von Schatten schon überwuchert.
Bald fall ich, im Dunkel zu faulen.
Vielleicht, daß ein Vogel noch pickt,
ein Eichhorn die Kerne hinabschlingt.
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