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Euterpes Traum

25.09.2026

Was bleibet: retten von den Worten all,
die einsam unter fahlem Himmel stehen,
Violen, Lilien, Rosen, Orchideen,
sie duften noch, tönt Nacht schon von Kristall.

Dem edlen, das in hoher Vase ragt,
füg nur hinzu von Gräsern zarte, schlichte.
Der Liebe Blick sei es allein, der dichte,
wenn Tau an ihrer Wimper „Trinke!“ sagt.

Daß sie nicht sollen welken, Euterpes Traum,
wenn du sie hast gepreßt in weiße Alben
des Erinnerns mit dem weichen Flaum
von Versen, die schon südwärts flogen, Schwalben.

 

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