Lobt das Glatte, lobt das Rauhe
Lobt das Glatte,
lobt das Rauhe,
die Steine lobt.
Und schrieb auf ihnen dunkles Leben
mit Flechten grün, mit grauen Moosen,
sie glänzen, wenn die Feuchte rinnt.
Lauscht dem Seufzen,
lauscht dem Brausen,
dem Winde lauscht.
Und trägt er süßen Duft der Ferne
in eurer Kümmernisse Winkel,
fühlt, wie’s an grauer Schläfe pocht.
Geht zu Schilfen,
geht zum Rauschen,
zum Strome geht.
Und hüllen Nebel noch die Fluten,
die Schleier hebt alsbald die Sonne,
und von Gezwitscher bebt das Rohr.
Seht das Glimmen,
seht die Funken,
die Flamme seht.
Und wird im Abendrot sie kühler,
sie zündet noch im Schnee der Gipfel
euch Rosen an zum Nachtgebet.
Lobt das Sinken,
lobt das Schwinden,
das Dunkel lobt.
Und flüstern in den Nächten Stimmen,
es sind geschwisterliche Seelen,
stillt sie mit sanfter Augen Tau.
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