Übergänge XXIII
So streuen wir wie Kinder auf den Fluß
der Worte goldne Blätter, die welken Schönen,
die Herbst uns auf den Weg gesandt.
Das Wasser seufzt, die Woge nimmt sie mit,
wir weilen lang am Rand und schauen
ihren anmutleichten Abschiedstänzen zu.
So sind uns Verse kühle Wiesenbäche,
wo manche Worte trudeln und versinken,
und manche wie besonnte Inseln glänzen.
Sind blasse Astern auch dabei, von Früchten
eine bunte Schar, die mit den Wellen rollen,
sie eilen und kommen, kommen nicht zurück.
Und ist der Bach verschollen unterm Schnee,
die Verse fließen im Verborgnen innig fort,
die Träne weiß von ihrem süßen Rauschen.
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