Skip to content

Veilchen und Verse

23.05.2026

Die lange noch im Mond der Mainacht glommen,
Blüten, zart auf klarem Teich,
sind, Erinnerungen gleich,
zu fernen Ufers grauem Saum geschwommen.

Wie Veilchen, die aus Mulden Dämmers tauchen,
blaue Augen, taugefüllt,
sind Verse, blaßer Sehnsucht Bild,
die schimmern, wenn sie heiße Lippen hauchen.

Daß meine Verse starr nicht, leblos scheinen,
Veilchen gleich aus Pappmaché,
wiegt sie Traum, ein grüner See,
gespeist von Quellen, die im Dunkel weinen.

 

Comments are closed.

Top