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Frei im All der Zeichen

28.03.2026

Wir, frei im All der Zeichen, dürfen schweben
und können das Gefühl zum Vers verdichten.
Wie sich die trüben Blicke wieder lichten,
wenn hold Chariten ihren Schleier heben.

Uns macht ein hoher Odenrhythmus lächeln
und trunken Wohlgeruch aus Moschos’ Krug.
Das goldne Laub des Traums ist uns genug,
sanft flüstert’s, wenn des Eros Flügel fächeln.

Wie grauer Karst ergrünt und wird zum Garten,
blüht’s unter weichen Tränen von Verlaine.
Der Schwermut Schwestern wandeln sich in Schwäne,
die in den Dämmerschilfen auf uns warten.

Fühl, Dichter, wie dich schlummerlose Flocken
sie mit des Reimes Tau zu netzen locken.

 

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