Vom Sinn dichterischen Sagens
Was dunkel wir erahnen, vag empfinden,
ist zarten Staubgefäßen, Pollen gleich.
Sie wehen hin. Doch haften sie an Fühlern weich,
wenn Falter sich ins Blumendunkel winden.
Wie sie den Keim zu ihren Schwestern tragen,
daß sie an fremder Schöne würden reich,
kann flügelnd dichterisches Wort uns sagen.
Wie Früchte, Dämmerlaubes späte Sonnen,
blieb, was wir heiß begehrten, ungepflückt.
Der Glanz von Tropfen, der uns früh entzückt,
im Abendschatten ist er hingeronnen.
Doch kann ein Dichter es uns wiedergeben.
Die Frucht ward ihm in Liedes Herbst entrückt,
von Reimen überglänzt das stille Leben.
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