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Pro domo

25.07.2026

Ihr weißen Blüten, Grazien zarten Dufts.
Wie sie auf Stilen schweben, perlenden Kelchen gleich.
Zum Strauß magst du sie pflücken, daß ein
Antlitz, verdunkelt von dir, sich aufhellt.

Von all den Worten, sorgsam gefügt zum Vers,
ist keins aus fremden Quellen dir zugeströmt.
An Hertas Brüsten saugst du Milch ja,
schmeckt sie bisweilen auch bitter: Trinke!

Ihr weißen Flocken, Boten der Winternacht,
wie machen harte Grenzen des Tags sie mild.
Voll Unschuld sind gedämpfte Schritte.
Falten der Trübsal, sie glättet Neuschnee.

Von all den Bildern, Fenstern weit aufgetan,
hast jedes du mit sehender Hand gemalt.
Die Farben liehen Luft und Wasser,
Erde und Feuer, sie mischte Sehnsucht.

 

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