Die fremden Blicke
Können wir den Blicken je entrinnen,
die uns folgen wie der Eule Augen,
wenn sie ins Flüstern dunkler Farne dringen?
Ohne uns zu tarnen mit den Masken
falschen Lachens, eitlen Mienenspiels,
aus dem ermattet wir in Träume sinken,
die mit fremden Blicken fahle Tünche
auf die Wände unsres Grabes pinseln,
wo schattenzart wir ihr Gesicht noch bleiben?
Sie führen unser fernes Leben spazieren
auf den Boulevards der bunten Lampen,
wir nicken wie die aufgezognen Puppen
und tragen statt der Haut des nackten Daseins
die abgetragenen Kostüme eines Stückes,
das sie flackernd uns ins Herz geschrieben.
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