Alles, was du bist
Du bist so fiberdünn,
ein blindes Glas,
an das die Tropfen prallen.
Du bist das zarte Grau,
worin Hortensien
mit dem Abendlicht
verschmelzen.
Im Neonlicht
schwimmst du
auf öligen Lachen
zu den Asphaltrosen.
Fühle es,
wenn Flieders Rüschen
um deine Ärmel bauschen,
wanderst du
durch wehen Duft
in deinen unbekannten Garten.
Aus dem Glockenturm der Kindheit
kommst,
ein blauer Ton,
durch die Leidschlucht
du geflogen.
Dort in der Aschenglut
liegt dein Herz,
o es singt,
es singt,
bis daß der Himmel weint.
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