Schnee XII
Im Gestöber verlierst du dich.
Die Spuren verwischen im Schnee.
Hier ist kein Bleiben, ist keine Treue.
Im Gestöber verlierst du dich.
Die Flocken verschlucken den Ruf.
Hier ist kein Wohnen, ist keine Sprache.
Im Gestöber verlierst du dich.
Das Zwielicht betrügt den Blick.
Hier ist keine Ordnung, ist keine Liebe.
Die Sonne lichtet das Chaos.
Der Schnee bequemt sich zu blühen.
Wo Stille keimt, halten wir inne.
Die Sonne lichtet das Chaos.
Die Amsel singt im Gesträuch.
Wo Namen sind, wollen wir wohnen.
Die Sonne lichtet das Chaos.
Die Träne reinigt den Blick.
Wo Liebe ist, wollen wir wohnen.
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