Wenn sich die Narzissen wiegen
Wenn sich die Narzissen wiegen
müd im lauen Abendwind,
will ich schweigend bei dir liegen
und dich atmen hören blind.
Grellen Tages dunkles Wollen,
das sich würgend um uns schlang,
aufgelöst ist es, verschollen
in der Seelen Zwiegesang.
Fernhin sank das kalte Lärmen,
das den zarten Sinn betäubt,
ins Geschluchz von Vogelschwärmen,
Wasser, das vor Sehnsucht stäubt.
Die ein Dämon schlug, die Wunden,
daß er unser Herzblut sog,
hat ein Engel sanft verbunden,
der aus Eden zu uns flog.
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