Den Schmerz verwandeln
Den Schmerz verwandeln in Kristall,
der in des Abends Scheideblick gehalten
mit grünen Flammen singt.
Wenn Tropfen goldner Klänge nicht mehr trösten,
sie nachts in Schweigekrügen sammeln
und sprengen in die Falten grauem Tag.
Wenn die Kerze zitternd Schatten wirft,
sie heil umfangen wie das Antlitz krankem Kind
mit Flehenshänden des Gebets.
Der Klage weißes Linnen mit Narden beträufeln,
gesotten aus wilden Kräutern
mit dem Duft der indischen Nacht.
Dem Sterbenden die trocknen Lippen feuchten
mit dem zarten Bausch,
getunkt in Rosenwassers ausgeklungnes Rauschen.
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