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Abschied der Dryas

28.02.2026

Als wir unterm Laub des Abends gingen,
drang noch aus dem Dunkel leises Singen,
und du bargst in meiner deine Hand.

Wie sich unter uns die Halme bogen,
über uns wie Geister Wolken zogen,
sprach ich Worte, die ich nicht verstand.

Du verhieltest jählings meine Schritte,
daß ich nicht in einen Abgrund glitte,
hast auf meinen deinen Mund gepreßt.

Schon als wir am Saum des Waldes gingen,
war erloschen Wort und Kuß und Singen.
Dryas warst du, die ihr Reich verläßt.

 

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