Der innere Mond
Es dampft aus braunem Schilf,
das Flehens-Hände teilen,
ein Honig-Licht.
Noch saugt eines Mundes
dunkles Gurren
und hält es schief.
Die Sense eines Schreies blitzt,
es steigt, es übersteigt
Torfes warme Schwelle.
Die Scheibe dreht sich frei
von Schründen, Striemen
eines alten Bluts.
Sie schwimmt im Meer
eines Chorals von Stimmen,
schwarzen, blauen.
Und da sie schweigen,
ründet sich ihr Einsamsein
zum Rosenquarz-Gesicht.
Die Erde ist entrückt
in stummes Nebel-Beten,
das aus den Sträuchern quillt.
Der Mond steht im Zenit
der Stille, er blaßt,
verblaßt, verrinnt.
Es hackt der heiße Hahn,
das Milchgewand zerreißt
ein Feuer-Schnabel.