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Pierre de Ronsard, Quand vous serez bien vieille

13.10.2026

Aus: Pierre de Ronsard, Sonnets pour Hélène, 1578

Quand vous serez bien vieille, au soir, à la chandelle,
Assise auprès du feu, dévidant et filant,
Direz, chantant mes vers, en vous émerveillant :
Ronsard me célébrait du temps que j’étais belle.

Lors, vous n’aurez servante oyant telle nouvelle,
Déjà sous le labeur à demi sommeillant,
Qui au bruit de mon nom ne s’aille réveillant,
Bénissant votre nom de louange immortelle.

Je serai sous la terre et fantôme sans os :
Par les ombres myrteux je prendrai mon repos :
Vous serez au foyer une vieille accroupie,

Regrettant mon amour et votre fier dédain.
Vivez, si m’en croyez, n’attendez à demain :
Cueillez dès aujourd’hui les roses de la vie.

 

Dann wirst du schon alt sein

Dann wirst du schon alt sein, eines Abends, im Kerzenscheine
sitzt du, nah beim Feuer, und entwirrest die Flocken,
meine Verse singend, sagst du, sanft erschrocken:
Ronsard pries mich, damals, als ich schön war wie keine.

Da ist keine Magd, die hört, was deine Botschaft meine,
die halb im Schlummer noch aufrecht hält der Rocken
und meines Namens Klang würd aus dem Halbschlaf locken,
um deinen zu malen, Ruhm auf ewigem Marmorsteine.

Da lieg ich in der Erde, Gespenst, die Knochen zerstückt,
das vom Schatten der Myrten sich die Stille pflückt:
Du wirst als betagte Frau am Herde kauern,

meine Liebe bedauernd und daß du stolz gewandt hast dein Gesicht.
Lebe, gilt dir mein Wort, auf morgen warte nicht:
Laß von nun an des Lebens Rosen dich umschauern.

 

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