Die Wunderrose
Von Versen, feuchten Augen aufgetan,
weht Duft der Orchideen, roten, blauen.
O sanfte Schauer, wie zerstäubt das Grauen,
wie schäumt ins Dunkel Gischt vom Ozean.
An Reimen, schwanken Kelchen grünen Lichts,
tropft Tau, die zarte Wimper zu beglänzen.
O leiser Schwindel wie im Traum von Tänzen
an jähen Atemrändern des Gedichts.
Doch wo sich wölbt das Schweigen nächtelang
um unsrer Sehnsucht Karste, blütenlose,
sieht blinde Liebe jene Wunderrose,
von der einst ein Vagant zum Abschied sang.
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